Performa I - Kunst und Quartier : Der Besselpark
23 Kinder entwickeln Visionen für den Besselpark als Kulturpark an der Friedrichstraße
Der zur Zeit vernachlässigte Besselpark an der Friedrichstraße kann in den kommenden Jahren als "Kulturpark" des "Kunst- und Kreativquartiers an der Blumenhalle", eine neue Funktion als Ort für Erholung, Kunst und Kreativität erhalten. Es besteht daher der Bedarf die zukünftiger Gestalt und Nutzung des Besselparks schon heute zu entwerfen und auszuprobieren.
>> Eine erste Dokumentation finden Sie in unserem JULI-AUGUST Newsletter (2011).

Im Projekt „Kunst und Quartier“ erkundeten Kinder aus verschiedenen Kitas der Südlichen Friedrichstadt unter Anleitung von KünstlerInnen und PädagogInnen den Besselparks als Raum für kreative und bildungsorientierte Aktivitäten.
- wie kann der Besselpark zu einem kreativen Begegnungsort für Kinder werden?
- wie kann der Besselpark zukünftig kindergerecht neugestaltet werden?
In Form einer lebendigen Aneignung wurden Kinder, Eltern, Erzieher und die Öffentlichkeit für die Potentiale des Besselparkes als Kulturpark sensibilisiert.
Diese Aneignung, in vier Workshops, wird zur Zeit vom Projektteam ausgewertet und zu Empfehlungen für die Neugestaltung und zukünftige kulturelle Nutzungsformen zusammengefasst.
Die Ergebnisse des Projektes sollen in einer Ausstellung z.B. in einer örtlichen Galerie präsentiert und dem Bezirksbürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg (Dr. Franz Schulz) und dem Stadtrat für Naturschutz und Grünflächen (Hans Panhoff) vorgestellt.
Projektablauf
Wir wollten wissen, welche Erfahrungen, welche Ideen, welche Wünsche die Kinder in Bezug auf Parks in der Stadt haben. Wie interpretieren und stellen sich die Kinder sich einen idealen Park in der Stadt vor?
Auf dieser Perspektive aufbauend stellten wir Fragen:
- Wie ist Besselpark heute?
- Welche Qualitäten hat der Park?
- Wie könnte der Park von Kindern kreativ genutzt werden?
Während eines Monats, erforschten die Kinder diese Fragen: Durch ethnographische Methoden (aktive/teilnehmende Beobachtung) und künstlerische Strategien (kreative Gestaltung und Prozesse), etablierten die Kinder einen Dialog mit den landschaftlichen Strukturen und den Nutzungpotentialen des Besselparks. Durch kreative Aktionen eigneten sich die Kinder den Park an.
Lennox, Levi, Lea, Josefine, Ahmet, Meldanur, Luis und andere Kinder zeigten, wie sie den öffentliche Raum erleben, genießen, fühlen und neu erfinden.
Die Arbeit dieses Kinderkollektivs, zusammengesetzt aus drei Kitas des Quartiers, ist ein erster Schritt zu einem, auch von Kindern aktiv gestalteten und genutzen Kulturpark im zukünftigen Kunst- und Kreativquartier. Mit der Zusammenführung von Kitakindern durch künstlerische Aktionen im Besselpark/Kulturpark wird ein kollektiver Zusammenhalt im Quartier gefördert.
Die Stadt und das Quartier sollten wissen wie Kinder den öffentlichen Raum kreativ nutzen können und langfristig kreative Aneignungsformen ermöglichen. Denn wenn die Stadt für kreative Kinder offen ist, ist die Stadt ein besserer Ort für alle !
Ablauf des Projektes:
In der 1. Phase (1.+2. Juni Wochen) bekamen die Kinder eine Überraschungskiste mit verschiedene Materialien, mit Fotos und einer Karte vom Besselpark und einen großen Block Papier mit Farbestiften um in der Kita zu zeichnen, zu malen und zu bauen. Es fand ein kreativer Dialog über die Ideen und Wünsche der Kinder zum Thema Park statt.
In de 2. Phase, (am 17., 20., 23., 27. Juni) trafen sich alle Kinder im Park und führten vier künstlerische Aktionen durch. Jede der Aktionen reflektierte die Vorbereitungsarbeit in der 1. Phase. Es wurde mit natürlichen und künstlerischen Elementen gearbeitet. Die Parkgestalt wrude mittels temporärer Installationen spielerisch verändert und neu entworfen.
Projektverantwortliche
Künstlerische Umsetzung: Kristina Sporr (Künstlerin / Kunsthochschule Berlin Weissensee)




