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Peacewall wird auf Druck von Gewerbetreibenden und Initiativen abgebaut


5.06.2012

Nach heftigen Protesten von Gewerbetreibenden und einer klaren Absage an die Peace Wall seitens zahlreicher Initiativen aus der Südlichen Friedrichstadt hat die Berlin Biennale entschieden die Peace Wall bereits am 15. Juni, also zwei Wochen vor dem geplanten Abbau, zu entfernen.

In der Erklärung des Friedrichstadt Süd e.V. heißt es: "Soziale, kulturelle oder wirtschaftliche Entwicklung kann nur im behutsamen Dialog mit den Betroffenen selbst von Statten gehen. Kunstprojekte dürfen nie zur Schädigung Dritter führen, sonst diskreditieren sie existierende positive Ansätze lokaler Kulturinitiativen. Das Säen von Zwietracht vergeudet kostbare Energien, die in den kommenden Jahren für eine nachhaltige Quartiersentwicklung gebraucht werden."

In der Berliner Zeitung titelt Karin Schmidl:"Gut gemeint reicht nicht" und kommentier weiter: "Die Biennale-Macher wollten mit der Kunst-Mauer provozieren. Das ist ihnen gelungen. Mauer aufbauen und dann die Reaktion beobachten, so lautete ihr Konzept. Dass die meisten Anwohner und Händler dieser Intention nicht folgten, ist verständlich. Kunst hat ja auch immer etwas mit Kommunikation zu tun. Vor allem dann, wenn sie direkten Einfluss auf das reale Leben vieler Menschen nimmt. Wer es da auslässt, die Betroffenen von seiner Idee zu überzeugen (ja, sie überhaupt erst mal darüber zu informieren), handelt naiv. Er muss sich nicht wundern, wenn ein gut gemeintes Projekt als ignoranter Affront abgelehnt wird."

LINK zum Artikel der Berliner Zeitung

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